HGM Wissensblog

„Schutz und Hilfe“ – Das Österreichische Bundesheer 1955-1991

Bislang zeigte das HGM die Geschichte der österreichischen Streitkräfte bis 1945. Die neue Ausstellung präsentiert die Entwicklungen des Österreichischen Bundesheeres bis in das Jahr 1991 anhand vieler Originalobjekte und Zeitzeugendokumente.

Für die Direktion des Heeresgeschichtlichen Museums/ Militärhistorisches Institut erfüllt sich mit der Errichtung dieser bis 2021 im Ausstellungspavillon hinter dem Objekt 18 temporär eingerichteten Dauerausstellung ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch zur musealen Präsentation der Geschichte der österreichischen Streitkräfte der 2. Republik.

Zwar wurden in diversen kleineren und größeren Sonderausstellungen der vergangenen Jahre immer wieder versucht, die historische Entwicklung des Österreichischen Bundesheeres den Museumsbesucherinnen und –besuchern näherzubringen (1999/2000 „Zwischen den Fronten. Österreichs Blauhelme im Dienste des Friedens“; 2000/2001 „Gleich-berechtigt. Soldatin sein in Österreich“; 2001„§2 -10 Jahre Assistenzeinsatz an Österreichs Ostgrenze“; 2001/2002 „Österreich und der Zerfall Jugoslawiens“; 2002/2003 „1952 bis 1955. Die B-Gendarmerie in Österreich“; 2005 „Ein Heer für jede Jahreszeit. 50 Jahre Österreichisches Bundesheer“; 2006/2007 „Panzerlärm an Österreichs Grenze…Der Grenzsicherungseinsatz des Österreichischen Bundesheeres 1956“; 2007 „Your Buddy – Das Jagdkommando. Österreichs Elitesoldaten zu Lande, zu Wasser und in der Luft“; 2008/2009 „Spätsommer #68. Der Einsatz des Österreichischen Bundesheeres“; 2010 „50 Jahre Auslandseinsatz: Schutz & Hilfe“). Allein aus der bekannten „Raumnot“ des Museums heraus, war es bislang faktisch unmöglich – auf Dauer – einen chronologischen sowie thematischen Gesamtüberblick über die inzwischen knapp 65jährige Geschichte der Streitkräfte in der Zweiten Republik umzusetzen.

Mit alltäglichen, vermeintlich aber auch bereits in Vergessenheit geratenen, „allseits“ bekannten und wiederum mitunter kuriosen Objekten soll in der neuen Ausstellung der Wandel und die stete Weiterentwicklung des österreichischen Militärs seit 1955 in den Bereichen Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung ebenso dokumentiert werden, wie der chronologische Verlauf der verschiedenen Einsatz- und Aufgabenszenarien des Österreichischen Bundesheeres von seiner Wiedererrichtung 1955 bis zum Sicherungseinsatz an der südlichen Staatsgrenze zum früheren Jugoslawien im Sommer 1991 nähergebracht werden. Ziel ist es dabei an Hand von rund 762 Originalobjekten und zahlreich eingesetzten Medienbereichen (221 Foto & 6 Film) vormaligen Grundwehrdienern und/ oder Milizangehörigen sowie aktiven Berufssoldaten die Möglichkeit zu geben, „ihre“ Geschichte noch einmal Revue passieren zu lassen und vor allem auch mit den eigenen Familienangehörigen und anderen zu teilen.

Fotos: © Weghaupt

M. Christian Ortner

M. Christian Ortner

Direktor HR Mag. Dr. M. Christian Ortner, ObstdhmfD

Ich bin seit 1995 am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien tätig, vorerst als Referats- und Sammlungsleiter „Militärtechnik“ (zuständig für Marine, Luftfahrt, Waffenwesen, Artillerie, Munitionswesen, Harnische, Festungswesen, Modelle, militärische Optik etc.) sowie in weiterer Folge als Leiter der Museums- und Sammlungsabteilung. Seit 2007 bin ich Direktor des HGM/MHI.

Einer meiner Forschungsschwerpunkte ist "Österreich-Ungarn 1848 bis 1918".

Zusätzlich bin ich Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde (ÖGO), der Österreichischen Gesellschaft für Heereskunde, des International Committee of Museums and Collections of Arms and Military History (ICOMAM), bin Mitglied der Österreichischen Kommission für Militärgeschichte (CAHM) und Stv. Vorsitzender des Militärhistorischen Beirats der Wissenschaftskommission beim BMLV.

Preisträger des Werner-Hahlweg Preises für Militärgeschichte 2008
Verleihung des Civil Servant of the Year 2012

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