HGM Wissensblog

Objekt des Monats Mai 2019

Uniformrock weiß zum Gesellschaftsanzug für einen General des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik

Das vorliegende Stück stammt von General i. R. Mag. Othmar Commenda (*1954), der in seiner Funktion als Chef des Generalstabes (2013-2018) des Österreichischen Bundesheeres dieses Uniformstück bei zahlreichen gesellschaftlichen Abendveranstaltungen, wie beispielsweise dem alljährlichen Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg, getragen hat. Neben den Kragenspiegeln als General, befindet sich am linken Oberarm das Verbandsabzeichen der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV).

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Othmar Commenda, 2013 (Wikipedia)

Nach seinem Präsenzdienst 1975 absolvierte Commenda die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie (Jahrgang 1979 –  Pasubio). Nach verschiedenen Funktionen absolvierte er einen Auslandseinsatz bei UNDOF auf den Golanhöhen, danach die Ausbildung zum Generalstabsoffizier und weitere Ausbildungen in den USA und in Deutschland. Ab dem Jahre 2001 war er im BMLV tätig, wurde 2008 zum stellvertretenden Generalstabschef und 2013 zum Chef des Generalstabes bestellt.

Diese Funktion als ranghöchster Offizier übte er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 2018 aus. Nach Beendigung seiner Funktion und der Versetzung in den Ruhestand, hat Herr General Commenda diesen Rock und auch andere Teile seiner Uniform dankenswerterweise unserem Museum als Schenkung überlassen.

Christoph Hatschek

Christoph Hatschek

Vizedirektor HR Mag. Dr. Christoph Hatschek
Ich bin seit 1998 am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien tätig, und nehme aktuell als Referats- und Sammlungsleiter „Uniformen, Orden- und Ehrenzeichen, Ausrüstung sowie Insignien“ in weiterer Folge als Leiter der Abteilung für Sammlungen und Ausstellungen des Museums und schließlich als Vize-Direktor (seit 2015) gleichermaßen eine „Dreierfunktion“ wahr.

Gerade für die durchaus immer wieder intensive Vorbereitung von Ausstellungen, gilt es sich stets neuen Themen zu widmen und für diese entsprechend zu recherchieren. Interviews, Vorträge und Präsentationen zu militärhistorischen Themen runden das Arbeitsspektrum ab, wobei mein persönliches Interessensgebiet insbesondere im Bereich der Forschung zur historischen Entwicklung der Soldatinnen bei den Streitkräften sowie aktuell zur Geschichte des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik liegt.

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