HGM Wissensblog

Objekt des Monats September 2019

Schiffslaterne der S.M.S. AURORA

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Die Messinglaterne der S.M.S. Aurora mit Glaseinsatz für elektrische Beleuchtung, 1874-1927.

Das nach der griechischen Göttin der Morgenröte benannte Schiff des Typs „Glattdeckskorvette“ wurde in den Jahren von 1871 bis 1874 in der Triester San Marco Werft gebaut. Mit einer Länge von 57,13 m und einer Breite von 10,45 m beherbergte die Aurora 245 Mann Besatzung. Als Bewaffnung dienten 4 Stück 15cm Wahrendorf Kanonen, 2 Stück 7cm Uchazius Kanonen sowie 2 Stück 2,5cm Mitralleusen.

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S.M.S. Aurora im Hafen (Foto Wladimir Aichelburg, Register der k.(u.)k. Kriegsschiffe).

Am 20. November 1873 erfolgte der Stapellauf und am 30. März 1874 die Überfahrt nach Pola. Die S.M.S. Aurora unternahm in ihrer Dienstzeit zahlreiche Ausbildungs- und Forschungsfahrten nach Südamerika, Ostafrika, Indien und Nordamerika. 1902 erfolgte der Umbau zum Wohnschiff für die Mannschaften der Torpedobootsdirektion, 1904-1905 die Adaptierung zum Seeminenschul- und Depotschiff. In weiterer Folge wurde das Schiff nach Sebenico verbracht wo es in der Zeit des Ersten Weltkrieges als Sitz des Seeminenkommandos verblieb. 1920 wurde die Aurora Jugoslawien zugesprochen und bis zu ihrem Abbruch 1927 als Wohnschiff verwendet.

Die Schiffslaterne wurde aus einer großen privaten Marinesammlung mit Unterstützung des Vereins „Viribus Unitis – Verein der Freunde des Heeresgeschichtlichen Museums“ 2018 angekauft.

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Messingschild mit dem Schiffsnamen „Aurora N. IV“
Thomas Ilming

Thomas Ilming

Ing. Mag. Thomas Ilming
Ich bin Leiter der Sammlung „Waffen & Technik“ und damit verantwortlich für die historische Aufarbeitung, Restaurierung und Archivierung von Objekten historischer Militärtechnik. Darunter fallen alle Arten von Bewaffnungen, Hieb-, Stich- und Feuerwaffen, sowie Fahrzeuge, Flugzeuge, Artillerie und deren Zubehör.

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