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Vizeadmiral Wilhelm von Tegetthoff

Militärbiographische Notizen anhand seiner Orden und Beförderungen

Geboren in Marburg am 23. Dezember 1827, verstorben in Wien am 7. April 1871, zuletzt Chef der Marine-Sektion und Marine-Kommandant, gilt Vizeadmiral Wilhelm von Tegetthoff neben Feldmarschall Radetzky1 wohl als eine der bekanntesten Militärpersonen der alten österreichisch-ungarischen Wehrmacht. Aufgrund seines 190. Geburtstages im heurigen Jahr 2017 ist es mir ein Bedürfnis, der Frage nach seinen Beförderungen und Auszeichnungen nachzugehen. Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle keine Biografie vorlegen, darüber gibt es zahlreiche Literatur.2 Vielmehr ist dieser Beitrag als eine Antwort auf die von Militärhistorikern und Phaleristen oft gestellte Frage nach den erlangten Auszeichnungen seiner Person zu betrachten. Es sind nur wenige Fotografien und Bilder Tegetthoffs bekannt. Dabei sind seine Orden kaum berücksichtigt oder dokumentiert. Auch wird sein militärischer Rang an vielen Stellen in der Literatur nur ungenau und oftmals fälschlich als Admiral – dies entsprach im k. u. k. Heer einem General – genannt. Tatsächlich hatte er den um eine Stufe niederen Rang – Vizeadmiral – inne. Dieser entsprach im k. u. k. Heer dem Feldmarschallleutnant.

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Portrait Wilhelm von Tegetthoff (1827–1871), österreichischer Admiral der Kriegsmarine ©HGM

Der Militär-Schematismus kann nur teilweise zur Information herangezogen werden. Im Jahre 1849 ist er nicht erschienen, Beförderungen werden in dieser Zeitepoche ohne Datum angegeben. Dafür sind im Militär-Schematismus bis zum Jahrgang 1863 auch die ausländischen Orden angeführt, was im gegenständlichen Fall zwar hilfreich, aber nicht sehr befriedigend ist. Daher musste die Qualifikationsliste3 durchgesehen werden, aus welcher sich manche genauen Daten entnehmen lassen. In dieser Quelle ist bei ausländischen Auszeichnungen nur das Datum der Genehmigung zur Annahme, nicht das tatsächliche Verleihungsdatum vermerkt.

In der handschriftlich verfassten Qualifikationsliste ist die Schreibweise mancher Rang- und auch Ordensbezeichnungen abweichend vom gedruckten Schematismus. Um eine allgemein verständliche Klarheit sicherzustellen, wurde in diesen wenigen Fällen die Schreibweise aus dem Schematismus verwendet.

Eine sehr detaillierte militärische Biografie über Wilhelm von Tegetthoff findet sich bei Antonio Schmidt-Brentano.4 Seine Anmerkungen zu den Beförderungen, Ordensverleihungen und sonstigen Ehrungen decken sich oftmals, jedoch nicht immer, mit dem Schematismus und der Qualifikationsliste. Vor allem finden sich hier teilweise genaue Datumsangaben zu Verleihungen. Er nennt auch einige weitere Ehrungen, die weder in der Qualifikationsliste noch im Schematismus genannt werden. Auch diese sind in der vorliegenden Ausarbeitung angeführt.

Inländische Orden und Ehrenzeichen

Die an dieser Stelle genannten Daten sind der Qualifikationsliste entnommen, auch zeitgenössische Abbildungen wurden dafür berücksichtigt.

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Georg Decker, Portrait Wilhelm von Tegetthoff mit dem Kommandeurskreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens (1866) ©HGM

Kommandeur des Militär-Maria-Theresien-Ordens
Als Sieger in der Seeschlacht bei Lissa vom 20. Juli 1866 wurde ihm in Folge der allerhöchsten Entschließung vom 29. August 1866 über Antrag des Maria-Theresien-Ordens-Kapitel (166. Promotion) das Kommandeurskreuz des Ordens verliehen.

Großkreuz des Leopold-Ordens
Dieses wurde ihm in Anerkennung seiner jederzeit vorzüglichen Dienstleistung und insbesondere der mit persönlicher Aufopferung und mit erwünschtem Erfolg vollführten Mission nach Mexiko – der Heimholung des Leichnams von Kaiser Maximilian von Mexiko – in Folge allerhöchster Entschließung vom 18. Jänner 1868 verliehen.5

Ritter 2. Klasse des Ordens der eisernen Krone mit der Kriegsdekoration
Dieser Orden wurde ihm in Anerkennung besonderer Tapferkeit und hervorragender verdienter Leistungen als Flotten-Abteilungskommandant im Seegefecht bei Helgoland vom 9. Mai 1864, mit allerhöchster Entschließung vom 21. Mai 1864 verliehen.

Erinnerungsmedaille an den Feldzug 1864 gegen Dänemark
Die Statuten dieser Erinnerungsmedaille6 sind mit 11. November 1864 datiert und wurden als kaiserlicher Erlass kurz danach im Armeeverordnungsblatt veröffentlicht.7 Verleihungen konnten daher erst nach diesem Datum vorgenommen werden. Eine Urkunde über die erfolgte Verleihung wurde nicht ausgestellt, laut Statuten aber in der Conduite-Liste eingetragen. Trotzdem konnte kein Hinweis auf die Verleihung in der Qualifikationsliste entdeckt werden. Im Schematismus werden Erinnerungsmedaillen erst ab dem Jahrgang 1900 angeführt.
Aufgrund der Statuten ist Tegetthoff eindeutig als Träger dieser Medaille anzusehen. Ergänzend dazu ist er auf verschiedenen Darstellungen mit dieser Erinnerungsmedaille abgebildet.

Militärdienstzeichen für Offiziere 1. Klasse
Auch in diesem Falle konnte kein Hinweis auf eine Verleihung in der Qualifikationsliste gefunden werden. Die Dienstzeichen werden im Schematismus ebenfalls erst ab dem Jahrgang 1900 angeführt. Es gibt zumindest ein Ölbild, auf dem Tegetthoff mit dem Dienstzeichen dargestellt ist. Ordenskundlich ist zu beachten, dass zu dieser Zeit das Militärdienstzeichen für Offiziere 1. Klasse bereits nach einer 25-jährigen Dienstzeit, das der 2. Klasse nach einer 50-jährigen Dienstzeit verliehen wurde. Die Umbenennung der beiden Klassen erfolgte erst im Jahre 1890.8 Die Verleihung an Tegetthoff scheint spätestens im Jahre 1870 erfolgt zu sein. Inwieweit die Feldzugsjahre und auch seine Zeit in der Marineakademie auf die vorgeschriebene Dienstzeit für diese Dekoration eine Auswirkung hatten, konnte leider nicht geklärt werden. Dadurch wäre bereits eine frühere Verleihung möglich gewesen.

Ausländische Orden und Ehrenzeichen

Die Angaben zur Annahme ausländischer Orden wurden der Qualifikationsliste entnommen. Gegebenenfalls wurden Verleihungsdaten aus dem Beitrag von Antonio Schmidt-Brentano angefügt.

Osmanisches Reich

Osmanije-Orden 1. Klasse
Verliehen am 17. November 1869.9 In Folge der allerhöchsten Entschließung (Armee Verordnungsblatt, 12. Stück, vom 6. April 1870) vom 6. April 1870 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.10

Medjidjie-Orden 1. Klasse
In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 4. April 1869 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.11

Medjidjie-Orden 3. Klasse
Verliehen am 11./26. April 1863.12 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 21. März 1864 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.13

Medjidjie-Orden 4. Klasse
Verleihung Anfang August 1856.14 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 25. Dezember 1856 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.15 Dieser osmanische Orden wird bei Tegetthoff im Militär-Schematismus erst ab dem Jahrgang 1858 angeführt.

Besitzer einer osmanischen Ehrenmedaille
Dieser Eintrag findet sich im Hof- und Staats-Handbuch, Jahrgang 186816, aber nicht in der Qualifikationsliste und auch sonst an keiner Stelle. In der allgemeinen ordenskundlichen Literatur findet sich der Hinweis auf die Existenz einer tragbaren ottomanischen Verdienstmedaille in Gold und Silber. Über deren Aussehen und weitere Angaben konnten leider keine weiteren Hinweise gefunden werden.17 Daher konnte auch nicht geklärt werden, welche Auszeichnung mit diesem Eintrag gemeint ist. Entweder handelt es sich dabei um einen Irrtum
oder um eine andere Auszeichnung, möglicherweise um eine nichttragbare Ehrenmedaille.

Nişan-i İftihar-Orden
Schmidt-Brentano erwähnt, dass Tegetthoff dieser Orden ohne nähere Klassenbezeichnung mit 24. Dezember 1849 verliehen wurde, er jedoch keine Bewilligung zur Annahme und folglich auch keine Tragegenehmigung erhalten hat.18 In der Qualifikationsliste und auch an anderer Stelle konnte kein Hinweis darauf gefunden werden. Dieser mehrklassige Nişan-i İftihar Orden wurde vom Sultan 1831 gestiftet und 1852 durch den Medjidjie Orden ersetzt. Der Bej von Tunis stiftete den Nischan-el-Iftikhar-Orden 1837, der aber ursprünglich nur in einer Klasse verliehen wurde. Erst später wurde der gleichnamige fünfklassige Orden unter französischem Protektorat gestiftet. Es ist anzunehmen, dass im Falle von Tegetthoff der türkische Orden gemeint ist.19 Allerdings muss angemerkt werden, dass zur Geschichte dieser beiden verschiedenen, aber ähnliche Namen tragenden osmanischen und tunesischen Orden unterschiedliche Angaben in der verwendeten Literatur zu finden sind.

Kaiserreich Brasilien

Kommandeur des brasilianischen Rosen-Ordens
Verliehen am 11. August 1860.20 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 6. Jänner 1861 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.21 Dieser brasilianische Orden wird bei Tegetthoff im Militär-Schematismus erst ab dem Jahrgang 1860–61 angeführt.

Königreich Preussen

Kommandeur des preußischen Kronen-Ordens mit den Schwertern
Verliehen am 14. Mai 1864.22 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 4. Juli 1864 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.23

Königreich Hannover

Kommandeur des hannoveranischen Guelphen-Ordens Verliehen am 6. Juni 1864.24 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 4. Juli 1864 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.25

Kaiserreich Mexiko

Großkreuz des kaiserlich mexikanischen Guadelupe-Ordens
Verliehen am 24. August 1866.26 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 6. November 1866 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.27
Großoffizier des kaiserlich mexikanischen Guadelupe-Ordens Verliehen am 6. Juli 1864.28 In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 4. Oktober 1866 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.29

 

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Stern zum Großkreuz des Kaiserlich-Mexikanischen Ordens unserer lieben Frau von Guadalupe ©HGM

Bronzene Militär-Verdienst-Medaille
In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 12. Februar 1868 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.30 Bei diesem Eintrag in der Qualifikationsliste ist das Datum auffallend. Das Kaiserreich Mexiko bestand nur von 1864 bis 1867, die Verleihung dieser Auszeichnung kann folglich nur in diesem Zeitraum stattgefunden haben. Weshalb diese Bewilligung erst so spät ausgesprochen wurde, konnte bisher nicht geklärt werden.

Königreich Griechenland

Großkreuz des Erlöser-Ordens
Verliehen am 13. Oktober 1869.31 In Folge der allerhöchsten Entschließung (Armee-Verordnungsblatt, 12. Stück, vom 6. April 1870) vom 6. April 1870 wurden die Bewilligung zur Annahme und die Tragegenehmigung erteilt.32

 

Weitere Ehrungen

Ehrendegen des Handels- und Reederstandes von Fiume
Diese Ehrengabe wurde Tegetthoff am 31. Oktober 1864 verliehen.33 Im Hof- und Staats-Handbuch, Jahrgang 1868, findet sich der einfache Eintrag „Besitzer eines Ehrensäbels der Stadt Fiume“.34

Ehrenbürger
der Reichshauptstadt Wien, mit Datum vom 24. Juli 1866, für den über die italienische Flotte errungenen Sieg bei Lissa35, sowie der Städte Laibach, Wr. Neustadt, Triest, Fiume, Zara und Stagno. Zufolge Kriegsministerial-Erlasses vom 14. Oktober 1866 wurde Tegetthoff die Bewilligung erteilt, das ihm verliehene Ehrenbürgerrecht der Reichshauptstadt Wien, ferner von den Städten Laibach, Wr. Neustadt, Triest, Fiume, Zara und Stagno annehmen zu dürfen.

Schmidt-Brentano nennt folgende Verleihungsdaten:
Fiume 22. Juli 1865 (für seinen Erfolg im Seegefecht bei Helgoland), Wien 24. Juli 1866, Triest 26. Juli 1866, Stagno 30. Juli 1866, Wiener Neustadt 6. August 1866, Zara 15. September 1866.36

Lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrates
Diese Ehre wurde ihm mit 1. April 1867 verliehen.37

Ehrenmitglied der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien
Diese wurde ihm mit 10. Juli 1867 verliehen.38

Ehrenmitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien
In Folge der allerhöchsten Entschließung vom 21. Juli 1868 wurde die Wahl Tegetthoffs zum inländischen Ehrenmitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien genehmigt.39

Geheimer Rat
In Folge einer allerhöchsten Entschließung vom 1. Februar 1869 wurde ihm die Würde eines Geheimen Rates mit Nachsicht der Taxe verliehen.40 Die taxfreie Verleihung dieser Würde steht im Zusammenhang mit der Verleihung des Großkreuzes des Leopold-Ordens.41

 

Beförderungen

Sämtliche Daten zu den Beförderungen Wilhelm von Tegetthoffs wurden seiner Qualifikationsliste entnommen. Im Militär-Schematismus sind diese nicht vollständig enthalten, ebenso fehlen oftmalig die Beförderungs- oder Rangdaten. Zur Erklärung sind den Rangbezeichnungen der Kriegsmarine jene des Heeres in Klammer nachgestellt.

Am 1. Oktober 1840 wurde Tegetthoff als Zögling in das Marinekadettenkollegium in Venedig aufgenommen und besuchte diese Ausbildungsstätte von 1840–1845. In diesem Jahr beendete er seine Ausbildung und trat mit 1. August in den aktiven Dienst der Kriegsmarine.42 Daher wird Tegetthoff erst ab dem Jahrgang 1846 im Militär-Schematismus angeführt.

Provisorischer Marine-Cadet 01. August 1845
Wirklicher Marine-Cadet 16. August 1845
Fregatten-Fähnrich (Leutnant) 27. Jänner 1848 (Rang vom 25. Jänner 1848)
Linien-Schiffs-Fähnrich (Oberleutnant)43 13. April 1848 (Rang vom 16. April 1848)
Fregatten-Lieutenant (Hauptmann 2. Kl.) 04. Juni 1851 (Rang vom 16. Juni 1851)
Linien-Schiffs-Lieutenant44 (Hauptmann 1. Kl.) 05. Nov. 1852 (Rang vom 16. Nov. 1852)
Corvetten-Capitän (Major) 02. Dezember 1857 (Rang vom 15. Dez. 1857)
Fregatten-Capitän (Oberstleutnant) 0 07. April 1860 (Rang vom 23. Juni 1860)
Linien-Schiffs-Capitän (Oberst) 03. November 1861 (Rang vom 7. Nov. 1861)
Conter-Admiral (Generalmajor) 10. Mai 1864 (vorläufig ohne Bestimmung des Ranges; Rang vom 16. Juni 1866)
Vice-Admiral (Feldmarschallleutnant) 21. Juli 1866 (Rang vom 1. Aug. 1866)

Wilhelm von Tegtthoff war auch einer der wenigen Offiziere, die an sämtlichen Kriegen, welche während ihrer Dienstzeit stattfanden, teilgenommen haben. In seiner Qualifikationsliste ist dazu eingetragen: Es zählen die Feldzugsjahre 1848, 1849, 1859, 1864 und 1866.45

 


1 Ein gleichartiger Beitrag über Radetzky wurde von mir bereits verfasst: Peter Steiner. Feldmarschall Radetzky und seine Orden. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 103, August 2016. Seite 1–12.

2 Ein sehr wertvoller Beitrag zur Person Tegetthoffs und sein erworbenes Kommandeurkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ist bereits in dieser Zeitschrift erschienen: Walter A. Schwarz. Vizeadmiral Wilhelm von Tegetthoff, Kommandeur des Militärischen-Maria Theresien-Ordens. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 31, August 1998. Seite 1–12. Tafel 1–2.

3 ÖStA/KA: Qualifikationsliste für Viceadmiral Wilhelm von Tegetthoff, abgeschlossen nach seinem Tode.

4 Antonio Schmidt-Brentano. Die österreichischen Admirale. Band I: 1808–1895. Osnabrück, 1997. Seite 176–190.

5 Im Marinesaal des HGM ist eine Miniaturordenskette Tegetthoffs mit folgenden Dekorationen ausgestellt. Militär-Maria-
Theresien-Orden, Leopold-Orden mit der Kriegsdekoration, Orden der Eisernen Krone mit der Kriegsdekoration,
osmanischer Medjidjie Orden. Warum die Miniatur zum Leopold-Orden die Kriegsdekoration aufweist, konnte leider
nicht geklärt werden.

6 Zu dieser Erinnerungsmedaille siehe auch: Jörg Steiner. Die Erinnerungsmedaille an den Feldzug 1864. In: Zeitschrift
der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 4, August 1991. Seite 3–9.

7 K. k. Armee-Verordnungsblatt Nr. 25, vom 20. November 1864.

8 Eine detaillierte Ausarbeitung zu den Militärdienstzeichen findet sich bei: Walter A. Schwarz. 150 Jahre Österreichische
Militärdienstzeichen. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 34, Mai 1999. Seite 1–15.

9 Schmidt-Brentano. Seite 180.

10 Qualifikationsliste. Diese Bewilligung erfolgte gemeinsam mit dem Großkreuz des griechischen Erlöser-Ordens.

11 Qualifikationsliste.

12 Schmidt-Brentano. Seite 179.

13 Qualifikationsliste.

14 Schmidt-Brentano. Seite 179.

15 Qualifikationsliste.

16 Hof- und Staats-Handbuch des Kaiserthumes Österreich für das Jahr 1868. Wien, 1868. Seite 152.

17 Albin Scheid, Heinrich Ferdinand Schöppl. Die kaiserlich ottomanischen Orden und Ehrenzeichen. Wien, 1895. Seite 28.

18 Schmidt-Brentano. Seite 179.

19 Vgl. dazu: Robert Werlich. Orders and decorations of all nations. Washington, 1974. Seite 417–421. Sowie: Scheid, Schöppl. Seite 17–19. Siehe auch zu den beiden unterschiedlichen osmanischen und tunesischen Orden: https://de.wikipedia.org/wiki/Ni%C5%9Fan-i_%C4%B0ftihar (Abruf am 29.01.2017, 21:15 Uhr), https://de.wikipedia.org/wiki/Nischan_el_Iftikhar (Abruf am 29.01.2017, 21:00 Uhr).

20 Schmidt-Brentano. Seite 179.

21 Qualifikationsliste.

22 Schmidt-Brentano. Seite 179.

23 Qualifikationsliste. Diese Bewilligung erfolgte gemeinsam mit dem Kommandeur des königlich hannoveranischen Guelphen-Ordens.

24 Schmidt-Brentano. Seite 180. An dieser Stelle wird diese Auszeichnung als Kommandeurkreuz des königlich hannoveranischen Guelphen-Ordens 1. Klasse bezeichnet, in der Qualifikationsliste hingegen nur als Kommandeur.

25 Qualifikationsliste, die Stufe dieser Auszeichnung wird nur als Kommandeur bezeichnet. Diese Bewilligung erfolgte gemeinsam mit dem Kommandeur des königlich preußischen Kronen-Ordens mit den Schwertern.

26 Schmidt-Brentano. Seite 180.

27 Qualifikationsliste.

28 Schmidt-Brentano. Seite 180.

29 Qualifikationsliste.

30 Qualifikationsliste. Bei diesem Eintrag in der Qualifikationsliste ist das Datum auffallend. Das Kaiserreich Mexiko bestand nur von 1864 bis 1867, die Verleihung dieser Auszeichnung kann folglich nur in diesem Zeitraum stattgefunden haben. Weshalb diese Bewilligung erst so spät ausgesprochen wurde, konnte bisher nicht geklärt werden.

31 Schmidt-Brentano. Seite 180.

32 Qualifikationsliste. Diese Bewilligung erfolgte gemeinsam mit dem osmanischen Osmanije-Orden 1. Klasse.

33 Schmidt-Brentano. Seite 179. Zugleich führt er noch das Datum 3. November 1864 an, möglicherweise ist damit die Überreichung gemeint. Leider konnte dieses Detail nicht geklärt werden.

34 Hof- und Staats-Handbuch des Kaiserthumes Österreich für das Jahr 1868. Wien, 1868. Seite 152.

35 Hanns Jäger-Sunstenau. Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien, 1992. Seite 53.

36 Schmidt-Brentano. Seite 188, Fußnote 1.

37 Schmidt-Brentano. Seite 179.

38 Schmidt-Brentano. Seite 179.

39 Schmidt-Brentano. Seite 179.

40 Qualifikationsliste.

41 Jedem mit dem Großkreuz Beliehenen wurde die Würde eines Geheimen Rates unentgeltlich verliehen. Siehe dazu: Statuten für den erhabenen Österreichischen-kaiserlichen Leopold-Orden. § 23. Wien, 1808. Ausgabe 6. Nachtrag vom 28. Februar 1901, Seite 18.

42 Qualifikationsliste.

43 Diese Rangbezeichnung findet sich im Schematismus, in der Qualifikationsliste wird dieser Rang aber als „Schiffsfähnrich“ bezeichnet. Möglicherweise wurde im Akt aus Gründen der Vereinfachung die amtliche Rangbezeichnung verkürzt.

44 Diese Rangbezeichnung findet sich ebenfalls im Schematismus, in der Qualifikationsliste wird dieser Rang als „Schiffsleutnant“ bezeichnet. Gleich wie beim Schiffsfähnrich wahrscheinlich ebenfalls eine verkürzte Schreibweise. Im Schematismus werden bis zum Jahrgang 1859 der „Fregatten-Lieutenant“ als „Hauptmann 2. Klasse“, der „Linienschiffs-
Lieutenant“ als „Hauptmann 1. Klasse“ unterschieden. Erst ab dem Jahrgang 1860–61 scheint der Rang Fregatten-Lieutenant nicht mehr auf. Ab diesem Jahrgang gibt es nur noch den Linienschiffs-Lieutenant, der dem Hauptmann, ohne Unterscheidung in die 1. oder 2. Klasse, entspricht.

45 Qualifikationsliste.

 

Literatur und Quellen

Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv (ÖStA/KA). Qualifikationsliste für Viceadmiral Wilhelm von Tegetthoff. Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthumes. Jhg. 1846–1872.

Schematismus für das k. u. k. Heer und die k. u. k. Kriegsmarine. Wien, Jhg. 1914.

Hof- und Staats-Handbuch des Kaiserthumes Österreich für das Jahr 1868. Wien, 1868.

Statuten für den erhabenen Österreichischen-kaiserlichen Leopold-Orden. Wien, 6. Nachtrag vom 28. Februar 1901.

Hanns Jäger-Sunstenau. Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien, 1992.

Albin Scheid, Heinrich Ferdinand Schöppl. Die kaiserlich ottomanischen Orden und Ehrenzeichen. Wien, 1895.

Antonio Schmidt-Brentano. Die österreichischen Admirale. Band I: 1808–1895. Osnabrück, 1997.

Walter A. Schwarz. 150 Jahre Österreichische Militärdienstzeichen. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 34, Mai 1999. Seite 1–15.

Walter A. Schwarz. Vizeadmiral Wilhelm von Tegetthoff, Kommandeur des Militärischen-Maria Theresien-Ordens. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 31, August 1998. Seite 1–12. Tafel 1–2.

Jörg Steiner. Die Erinnerungsmedaille an den Feldzug 1864. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 4, August 1991. Seite 3–9.

Peter Steiner. Feldmarschall Radetzky und seine Orden. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde. Nr. 103, August 2016. Seite 1–12.

Robert Werlich. Orders and decorations of all nations. Washington, 1974.

Peter Steiner

Peter Steiner

OR ObstdhmfD Prof Mag. Peter Steiner
Historiker und Milizoffizier, zuständig für Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen, Medaillen, Uniformen und Insignien. Studium der Geschichte, Numismatik und Museumskunde; Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar und Offizier im Bundesheer.
Nach dienstlichen Verwendungen im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum (Narrenturm) und der Österreichischen Nationalbibliothek, bin ich seit Jänner 2016 im Heeresgeschichtlichen Museum tätig. Neben der k.u.k. Armee von 1848-1918, gilt mein persönliches Interesse vor allem der Geschichte des österreichischen Bundesheeres der Ersten und der Zweiten Republik; zahlreiche Publikationen zur Phaleristik (der wissenschaftlichen Ordenskunde) und Militärgeschichte.

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